Patientenverfügung
 
 
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Patientenverfügung

 

 

Ich,____________  , geb.  ,00.00.0000, ____________  , _______________


 

habe die nachfolgende Patientenerklärung und die Vorsorgevollmacht vom heutigen Tage nach reiflichem Überlegen bei vollem Bewusstsein erstellt.


1. Einleitung

Für den Fall, dass ich in eine Situation gerate, in der ich meine Wünsche nicht mehr selbst äußern kann, möchte ich mit dem Folgenden dazu beitragen, dass die mich behandelnden Ärzte und meine Angehörigen zu Entscheidungen kommen, von denen sie annehmen können, dass sie meinen Vorstellungen entsprechen. Ich setze volles Vertrauen in die mich behandelnden Ärzte und bin zuversichtlich, dass alle, die von meiner Lage betroffen sind, diese Erklärung als Orientierungshilfe schätzen und beachten werden.

Die nachfolgende Erklärung gebe ich nicht nur im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und bei voller Entscheidungsfähigkeit ab, sondern auch nach gründlicher Beschäftigung mit den Themen: Alter, Krankheit, Tod.

Für den Fall, dass ich an einer unheilbaren Erkrankung im Endstadium leide oder ich durch eine Krankheit oder Unfall geistig und/oder körperlich so geschädigt bin, dass mir ein bewusstes, umweltbezogenes Leben nicht mehr möglich ist, bitte ich Ärzte, Pflegepersonal und den dann nötigen Vertreter (Betreuer oder eine Vertrauensperson, die von mir in Gesundheitsangelegenheiten bevollmächtigt ist) die folgenden Punkte zu beachten:


I.

Das Leben ist für mich von hohem Wert. Ich bin mir aber bewusst und habe durch eigene Erfahrung und Information erlebt, dass es Grenzsituationen gibt, in denen das Leben nur noch Martyrium bzw. Folter darstellt und der Tod die ersehnte Erlösung von einem unerträglichen Leiden bedeutet.

Mir ist bewusst, dass alle ärztliche Kunst auf Heilung und Lebenserhaltung ausgerichtet ist. Genauso bewusst ist mir aber auch, dass es Situationen gibt, in denen die ärztliche Kunst keine oder nur noch vorübergehende gesundheitliche Verbesserungen erreichen kann. In diesem Fall bitte ich meine Ärzte und das Pflegepersonal, ihre Bemühungen ausschließlich auf die Hilfe beim Sterben zu beschränken.

Ich weiß auch, wie problematisch es in ethischer und rechtlicher Hinsicht für den behandelnden Arzt und für den Vertreter sein kann, mögliche lebensverlängernde und lebenserhaltende Maßnahmen zu unterlassen. Trotzdem bestehe ich darauf, dass unter den gegebenen gesundheitlichen Umständen dem Krankheits- bzw. Sterbevorgang sein natürlicher Verlauf gelassen wird.

Für mich ist die Lebensqualität in jedem Fall höher einzuschätzen als die Lebensquantität, was insbesondere wegen meines bereits erreichten hohen Alters gilt.

Bei der Entscheidung, wann Lebenserhaltung und Lebensverlängerung sinnvoll ist, sollen nicht die Wertvorstellungen des Arztes, des Vertreters oder der Angehörigen ausschlaggebend sein, sondern ausschließlich meine eigenen Wertvorstellungen.

Arzt und Vertreter (Betreuer oder Bevollmächtigter) sollen sich bei ihrer schweren Entscheidung, ob mögliche lebensverlängernde und lebenserhaltende Maßnahmen zu unterlassen sind, vergegenwärtigen, dass ich auch bei Anwendung dieser Maßnahmen nach menschlichem Ermessen an meinem Leiden sterben werde.

Es geht mir um einen möglichst würdevollen und schmerzfreien Sterbevorgang, der nicht künstlich verlängert werden soll.

 

II.

 1. Unter den bereits genannten Voraussetzungen möchte ich nicht, dass bei Ausfall von wichtigen Körperfunktionen mein Leben mit Hilfe der modernen Apparatemedizin künstlich aufrecht erhalten wird.

Mit einer Intensivtherapie bin ich nur einverstanden, wenn sie der Leidensminderung dient.

Sollten intensivmedizinische Maßnahmen schon eingeleitet worden sein, verlange ich den Abbruch der Maßnahmen, wenn nach menschlichem Ermessen vorauszusehen ist, dass mein Leiden oder meine Verletzungen einen irreversiblen Verlauf genommen haben und mir ein bewusstes, umweltbezogenes Leben nicht mehr möglich sein wird.

Wiederbelebungsmaßnahmen verweigere ich im Endstadium einer tödlich verlaufenden Krankheit, bei schwerer und dauernder Verwirrung und Desorientiertheit, bei voraussichtlich dauerhafter Schädigung des Gehirns mit der Folge einer völligen Hilflosigkeit und Kommunikationsunfähigkeit.

2. Ich wünsche eine umfassende Schmerztherapie. Sollte die Situation eintreten, dass es wegen der notwendigen Leidensminderung zu einer Bewusstseinstrübung kommt oder sollte die Gefahr bestehen, dass es aufgrund der nötigen hohen Schmerzmitteldosis zu einer Lebensverkürzung kommt (indirekte Sterbehilfe), nehme ich dies ausdrücklich in Kauf.

3. Ich bin mir bewusst, dass ich bei Einstellung der künstlichen Ernährung oder der Flüssigkeitszufuhr verhungere und verdurste. Diese Folge nehme ich für den Fall längerer Bewusstlosigkeit bzw. »Wach-Koma« ausdrücklich in Kauf. Ich weiß, dass auch bei längerer Bewusstlosigkeit (länger als 6 Monate) die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, dass ich irgendwann – mit oder ohne zerebrale Dauerschäden – aufwache. Trotzdem möchte ich nicht künstlich am Leben gehalten werden, wie z. B. durch eine PEG-Sonde (Ernährung durch die Bauchdecke direkt in den Magen), Nasensonde oder parenterale Ernährung über die Vene.

4. Ich wünsche, dass lebenserhaltende Maßnahmen nur angewandt werden sollen, wenn sie zur Leidensminderung, vor allem zur Schmerzlinderung, unbedingt nötig sind. Ich weiß, dass zu den lebenserhaltenden Maßnahmen gehören: künstliche Ernährung, Sauerstoffzufuhr, künstliche Beatmung, Medikation, Bluttransfusion, Dialyse.

5. Nach Möglichkeit möchte ich meine letzten Wochen, Tage oder Stunden in meiner vertrauten Umgebung verbringen.

6. Die Prognose, ob die vorgenannten medizinischen Voraussetzungen vorliegen, sollte von zwei Ärzten getroffen werden.

7. Meinen Ärzten sei zur eigenen Absicherung empfohlen, diese Patientenverfügung zu den Krankenunterlagen zu nehmen und im Krankenblatt zu vermerken, dass die bereits genannten ärztlichen Maßnahmen nur einer sinnlosen Sterbensverlängerung gedient hätten.

8. Für den Fall des Hirntodes bin ich mit der Entnahme von Organen nicht einverstanden.

 

 9.       Ich bitte diese Erklärungen auf der Krankenakte an  hervorgehobener  Stelle zu kennzeichnen.


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Ort, Datum Unterschrift


Unterschrift eines Zeugen / einer Zeugin

Ich habe als - Arzt / Ärztin / Seelsorger- in / Rechtsanwältin / Angehörige - den Patienten / die Patientin beim Erstellen der Patientenerklärung beraten / mit ihm / ihr über die angesprochenen Themen gesprochen und bestätige, dass er/sie diese Erklärung nach meinem Eindruck bei vollem Bewusstsein und Verständnis der erörterten Sachverhalte erstellt hat.


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Nürtingen, den __________ (Vorname Name)

 

 Nach erneutem Überdenken bestätige ich die obige Erklärung.


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Ort, Datum Unterschrift

 

- Patientenverfügung Seite 4 –

Nach erneutem Überdenken bestätige ich die obige Erklärung.


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Ort, Datum Unterschrift

Nach erneutem Überdenken bestätige ich die obige Erklärung.


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Ort, Datum Unterschrift

Nach erneutem Überdenken bestätige ich die obige Erklärung.


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Ort, Datum Unterschrift

Nach erneutem Überdenken bestätige ich die obige Erklärung.


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Ort, Datum Unterschrift

Spätere Ergänzungen zu obiger Erklärung:








  

  

 
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